29.09.26 –
In Schwalbach haben CDU und Grüne nach Stimmengewinnen beider Parteien über den Sommer eine Koalition geschmiedet. Teil dieser Abmachung ist, dass neben dem CDU-Bürgermeister die 2022 von SPD und CDU reaktivierte Stelle des hauptamtlichen Ersten Stadtrates durch die GRÜNEN neu besetzt wird. Die Schwalbacher Opposition kritisiert die Neubesetzung erwartungsgemäß.
Bei allem Verständnis für die oppositionelle Haltung der Opposition halten wir die grundsätzliche Kritik für nicht angebracht. Für gute Ergebnisse braucht man gutes Personal und mit Katja Lindenau soll eine Diplom-Ingenieurin ins Rathaus einziehen, die die Schwalbacher Verhältnisse sehr gut kennt. Sie wird zu einer besseren Effizienz der Abläufe im Rathaus und in der Kommunikation zwischen Bevölkerung, Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Verwaltung beitragen. Mit einer Ersten Stadträtin erhalten wir eine politische Beamte, die direkt dem Parlament und der Bevölkerung verpflichtet ist. Bürgerinnen und Bürger erhalten, neben dem Bürgermeister, eine weitere Ansprechpartnerin im Rathaus.
Für uns GRÜNE steht das Wohl unserer Stadt immer an oberster Stelle. Das gilt auch bei der Besetzung der Stelle des Ersten Stadtrats. Gerade in der schwierigen Haushaltslage ist es wichtig, dass die vom Parlament beschlossenen Maßnahmen effizient umgesetzt werden, um Einsparpotenziale zu heben und gute Ergebnisse sicherzustellen. Beispielsweise der Neubau der Feuerwache und die Neuausrichtung der Fernwärme sind Millionenprojekte, die jetzt im Rathaus zur Umsetzung liegen. Mit Katja Lindenau soll demnächst eine Diplom-Ingenieurin an der Seite des Juristen Thomas Milkowitsch im Rathaus arbeiten, eine wichtige Ergänzung der Expertise.
Dass SPD, FDP und EULEN die Neubesetzung der Stelle kritisieren, gehört zur Rolle der Opposition. Etwas Selbstreflektion wäre allerdings angebracht: Jede der drei Parteien hat selbst schon hauptamtliches Personal ins Rathaus gebracht. Als Frau Dr. Ulrike Scholtz (FDP, in den Neunzigern) und Frau Christiane Augsburger (SPD, 2003) Erste Stadträtinnen wurden, war das Geld in Schwalbach sogar noch knapper als heute. Als die EULEN noch UL hieß, haben sie sogar eine Amtsleiterin in Festanstellung im Rathaus untergebracht. Alle drei wurden von ihren Parteien ins Amt gehoben und selbstverständlich für Ihre Arbeit bezahlt. Wenn man die GRÜNEN jetzt dafür kritisiert, ist das scheinheilig. Da spielt Neid wohl die Hauptrolle, weil man diesmal nicht mitmischen darf.
Thomas Nordmeyer
Fraktionsvorsitzender
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Zur Veranschaulichung einige bekannte städtische Projekte, die mit einer Ersten Stadträtin Katja Lindenau ganz sicher besser verlaufen wären bzw. es zukünftig hoffentlich werden: